BdSt Thüringen - Archiv 2014 Steuertipps

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16.12.2014

Wohnungseigentümergemeinschaften zahlen keine Insolvenzgeldumlage

Wohnungseigentümergemeinschaften beschäftigen beispielsweise Hausmeister und Reinigungskräfte. Für diese Arbeitskräfte ist keine Insolvenzgeldumlage zu zahlen – so eine Entscheidung des Bundessozialgerichts (BSG, Urteil vom 23.10.2014, B 11 AL 6/14 R).

Wohnungseigentümergemeinschaften treten als Arbeitgeber auf, die für ihre Beschäftigten Sozialbeiträge leisten, sie sind unabhängig davon nicht zur Zahlung der Insolvenzgeldumlage verpflichtet, weil diese kraft Gesetz nicht insolvenzfähig sind. Folglich kann kein Ereignis eintreten, aus dem Beschäftigte Ansprüche auf Zahlung von Insolvenzgeld haben.
Der Schutz der Beschäftigten ist durch den Gesetzgeber insofern gesichert, dass ein anteiliger Haftungsanspruch gegen jeden einzelnen Wohnungseigentümer besteht.

Zu Unrecht gezahlte Insolvenzgeldumlage kann mit laufenden Zahlungen verrechnet werden oder wenn keine Zahlung mehr erfolgt muss ein Antrag bei der Minijob-Zentrale gestellt werden. Nach der Verjährungsregelung sind Insolvenzgeldumlagebeiträge, die noch 2014 gestellt werden ab 1. Januar 2010 erstattungsfähig.
23.12.2014

Besteuerung der „Mütterrente“

Seit 1. Juli 2014 wird die sogenannte „Mütterrente“ für Erziehungszeiten der vor 1992 geborenen Kinder an deren Mütter bzw. Väter gezahlt. Sie ist Teil der Leibrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Das Finanzministerium Schleswig-Holstein hat dazu informiert:
Bei dieser Rentenerhöhung handelt es sich nicht um eine regelmäßige Rentenanpassung, sondern um eine außerordentliche Neufestsetzung des Jahresbetrages der Rente. Der steuerfreie Teil der Rente ist daher neu zu berechnen. Deshalb ist der bisherige steuerfreie Teil der Rente um den steuerfreien Teil der „Mütterrente“ zu erhöhen.

Die Mütterrente wird also nicht in vollem Umfang in die Besteuerung einbezogen. Für eine Rentnerin, die seit 2005 oder früher eine Rente bezieht, beträgt der Besteuerungsanteil 50 Prozent, das betrifft auch die „Mütterrente“, es werden 50 Prozent dieses Betrages besteuert.

09.12.2014

Verluste bescheinigen lassen – Frist endet am 15. Dezember

Anleger können sich von den Banken die Verluste bescheinigen lassen. Allerdings muss diese Verlustbescheinigung spätestens bis zum 15. Dezember 2014 bei der Bank beantragt werden. Sinnvoll ist dies für Anleger, die bei verschiedenen Banken Depots unterhalten. So können Verluste aus einem Depot in der Einkommensteuererklärung mit Gewinnen aus anderen Depots verrechnet werden.

Verpasst der Anleger die Frist oder mangelt es an Verrechnungspotenzial, gehen die Verluste dennoch nicht verloren. Bescheinigte Verluste, die in der Einkommensteuererklärung 2014 nicht genutzt werden können, werden dann im Jahr 2015 vom Finanzamt berücksichtigt. Wurden die Verluste gar nicht bescheinigt, werden sie vom depotführenden Institut automatisch mit künftigen Gewinnen verrechnet.

02.12.2014

Lohnsteueränderungsrichtlinie

(LStÄR 2015)
Am 10. Oktober 2015 hat der Bundesrat die LStÄR für das Jahr 2015 verabschiedet. Die darin enthaltenen Festlegungen sind regelmäßig mit dem Lohnsteuerabzug ab 2015 anzuwenden.
Eine wichtige Änderung ist die Anhebung der Grenzbeträge für Aufmerksamkeiten, Betriebsveranstaltungen und Arbeitsessen.

Aus besonderem persönlichen Anlass (z. B. Geburtstag, Hochzeit, Geburt eines Kindes) kann an den Mitarbeiter oder seinen Angehörigen im Rahmen der nicht lohnsteuerpflichtigen Aufmerksamkeiten eine Sachzuwendung von bisher 40 Euro geleistet werden. Mit Wirkung ab 1. Januar 2015 wird diese Freigrenze auf 60 Euro erhöht.

Für Arbeitsessen wird ebenfalls die Freigrenze auf 60 Euro ab Januar 2015 angehoben. Arbeitsessen in diesem Sinne liegt vor, wenn der Arbeitgeber den Mitarbeitern anlässlich oder während eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes (z. B. außergewöhnliche betriebliche Besprechung oder Sitzung) Speisen bereitstellt.

Zu beachten ist: Geldzuwendungen sind auch innerhalb der 60 Euro-Grenze stets steuer- und beitragspflichtig.
18.11.2014

Schneeschieben von der Steuer absetzen

Finanzverwaltung akzeptiert den Winterdienst als haushaltsnahe Dienstleistung

Die Schneesaison hat gerade begonnen, Hauseigentümer, Vermieter und Mieter trifft nun wieder die Räumpflicht. Vielen Steuerzahlern sind das frühe Aufstehen und der Griff zur Schneeschaufel aber zu mühsam, daher beauftragen sie einen Dritten mit den Räumarbeiten. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs kann der Fiskus an den Kosten für den Winterdienst beteiligt werden. Seit Kurzem wendet auch die Finanzverwaltung das Urteil an. Der Bund der Steuerzahler erklärt die Details. Mehr dazu

12.11.2014

Scheidungskosten weiter steuerlich geltend machen

Bund der Steuerzahler Thüringen weist auf neues Urteil zu Gunsten der Steuerzahler hin.

Scheidungskosten können weiterhin als außergewöhnliche Belastung steuermindernd berücksichtigt werden. Dies hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz bejaht, das als erstes Finanzgericht über diese Frage entschieden hat (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 16. Oktober 2014, Az. 4 K 1976/14; Revision zugelassen). Auf das Urteil weist der Bund der Steuerzahler (BdSt) Thüringen hin.

Die Revision zum Bundesfinanzhof wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen. Betroffenen Steuerzahlern rät der BdSt Thüringen, ihre Scheidungsprozesskosten für die Ehescheidung selbst weiterhin in der Steuererklärung angeben. Lehnt es das Finanzamt ab, die Kosten anzuerkennen, empfiehlt der BdSt Thüringen, fristgerecht Einspruch einzulegen und mit Hinweis auf das Urteil des Finanzgerichts Rheinland ein Ruhen des Verfahrens zu beantragen. Mehr dazu

06.11.2014

Standardisierte Einnahmen-Überschussrechnung 2014

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die Vordrucke für die Anlage EÜR einschließlich der dazugehörigen Anleitung für das Jahr 2014 bekannt gegeben.

Es wird gesondert darauf hingewiesen:
Bei Betriebseinnahmen unter 17.500 Euro im Wirtschaftsjahr wird es nicht beanstandet, wenn der Steuererklärung eine formlose Gewinnermittlung beigefügt wird. Insofern wird auch auf die elektronische Übermittlung der Einnahmenüberschussrechnung nach amtlich vorgeschriebenen Datensatz durch Datenfernübertragung verzichtet.
Unabhängig davon sind der Gewinn nach den gesetzlichen Vorschriften zu ermitteln und die gesetzlichen Aufzeichnungsvorschriften zu erfüllen.

Das BMF-Schreiben vom 2.10.2014 einschließlich Anlagen und Vordrucke kann unter Bundesfinanzministerium – Service – BMF-Schreiben heruntergeladen werden.

30.10.2014

Steuerliche Anerkennung von Umzugskosten

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat mit Schreiben vom 6. Oktober 2014 die Werte zur steuerlichen Anerkennung der Umzugskosten sowie der Beträge für umzugsbedingte Unterrichtskosten und sonstige Umzugsauslagen bekanntgegeben. Danach gilt:

* Höchstbetrag für umzugsbedingte Unterrichtskosten für ein Kind
1.802 Euro ab 1. März 2014
1.841 Euro ab 1. März 2015

* Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen

a) für Verheiratete, Lebenspartner und Gleichgestellte
1.429 Euro ab 1. März 2014
1,460 Euro ab 1. März 2015

b) für Ledige
715 Euro ab 1. März 2014
730 Euro ab 1. März 2015

Der Pauschbetrag erhöht sich für jede weitere Person mit Ausnahme des Ehegatten oder Lebenspartners
- um 315 Euro zum 1. März 2014
- um 322 Euro zum 1. März 2015.

Die genannten Kosten gelten bei Beendigung des Umzugs. Grundlage bildet das Bundesumzugskostengesetz BUKG §§ 6-10.
23.10.2014

Voraussichtliche Sachbezugswerte 2015

Die Sachbezugswerte für Unterkunft, Miete und Verpflegung orientieren sich an der Entwicklung der Verbraucherpreise. Grundlage bildet der Verbraucherpreisindex im Zeitraum von Juni 2013 bis Juni 2014.
Der Verbraucherpreisindex für Verpflegung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Mehr dazu

17.10.2014

Fallstrick Mindestlohn

Minijobverhältnisse rechtzeitig anpassen

Ab dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn. Der Mindestlohn betrifft auch Minijobs. Steuerzahler, die im Betrieb oder im Privathaushalt einen Minijobber beschäftigen, sollten unbedingt nachrechnen, ob durch die neue Regelung die Minijobgrenze von 450 Euro pro Monat überschritten wird, rät der Bund der Steuerzahler. Geht der Minijobstatus verloren, sind gegebenenfalls höhere Sozialbeiträge und Lohnsteuer fällig. Mehr dazu

16.10.2014

Voraussichtliche Sozialversicherungswerte 2015

Die voraussichtlichen Werte in der Sozialversicherung 2015 liegen mit dem Referentenentwurf der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung vor. Der Entwurf der Rechengrößen-Verordnung 2015 soll im Oktober 2014 vom Bundeskabinett verabschiedet werden.
Die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung werden mit der Verordnung gemäß der Einkommensentwicklung aktualisiert.

Dazu wichtige Beitragsbemessungsgrenzen (BBG):

Allgemeine Renten- und Arbeitslosenversicherung

neue Bundesländer BBG: 62.400 Euro jährlich (58.800 Euro - 2014), monatlich 5.200 Euro (4.900 Euro - 2014)
alte Bundesländer BBG: 72.600 Euro jährlich (71.400 Euro - 2014), monatlich 6.050 Euro (5.950 Euro - 2014)

Kranken- und Pflegeversicherung

Die Pflichtversicherungsgrenzen sind bundeseinheitlich und betragen:

49.500 € jährlich und 4.125 monatlich (2014: 48.600 Euro jährlich und 4.050 Euro monatlich) in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.
09.10.2014

Keine Lohnsteuerkarten für Berufsanfänger und Azubis

Die OFD Koblenz weist in einer Pressemitteilung vom 27.6.2014 auf folgendes hin:
Die Lohnsteuerkarte wurde bereits vor über einem Jahr abgeschafft und durch die Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) ersetzt.

Für junge Menschen, die erstmalig einer Arbeit nachgehen oder eine Berufsausbildung anfangen gilt – sofern sie ledig sind – die Steuerklasse 1.
Dem Arbeitgeber muss lediglich das Geburtsdatum, die persönliche Steuer-Identifikationsnummer und die Information, ob er Haupt- oder Nebenarbeitgeber ist, mitgeteilt werden, damit dieser die ELStAM abrufen und die Lohnsteuer korrekt berechnen und an das Finanzamt abführen kann.
Eine Lohnsteuerkarte oder eine Ersatzbescheinigung gibt es nicht und ist auch nicht erforderlich.
Besteht ein Arbeitgeber dennoch auf eine Papierbescheinigung der aktuell gespeicherten ELStAM, so können sich die Berufsanfänger an ihr zuständiges Finanzamt werden und einen Ausdruck der aktuell gespeicherten Daten erhalten.

30.09.2014

Abgabesatz zur Künstlersozialkasse (KSK)

Der Bundestag hat im Juli 2014 ein Gesetz zur Rettung der Künstlersozialkasse beschlossen.
Im Entwurf der KSK Abgabenverordnung 2015 ist dazu vorgesehen, den Abgabesatz im kommenden Jahr stabil bei 5,2 Prozent zu halten. Mit der beschlossenen Reform des Abgabesystems wird ein weiterer Anstieg verhindert.
Nach Information des Bundesarbeitsministeriums haben sich in der Vergangenheit viele Firmen der Zahlungspflicht entzogen. Dadurch drohte ein weiterer Anstieg der Umlage. Mit dem neuen Gesetz wurden besonders schärfere Kontrollen beschlossen. Die Reform wird erst 2016 spürbar werden.
Der Abgabesatz kann im kommenden Jahr nur durch Rücklagen stabil gehalten werden.

23.09.2014

Alte Krankenversicherungskarte nur noch bis zum Jahresende

Nach Abstimmung zwischen den Kassenärzten und den Krankenkassen gelten in Deutschland ab 1. Januar 2015 nur noch die neuen elektronischen Gesundheitskarten. Damit ist die alte Versicherungskarte nicht mehr gültig. Das gilt auch unabhängig von dem auf der Karte aufgedruckten Datum.

Die neue elektronische Gesundheitskarte soll mittelfristig den Datenaustausch zwischen Ärzten, Kliniken und Apotheken verbessern, um z. B. Wechselwirkungen bei Medikamenten zu vermeiden. Kritiker sehen vor allem beim Datenschutz Probleme.

Mitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und des GKV-Spitzenverbandes vom 15. August 2014.

18.09.2014

Abgeltungsteuer gilt auch bei Darlehen in der Familie

BdSt weist auf erfolgreichen Musterprozess hin

Mit Unterstützung des Bundes der Steuerzahler ist ein Sieg in puncto Abgeltungsteuer beim Bundesfinanzhof erstritten worden. Von diesem Urteil profitieren vor allem Familien, die ihren Angehörigen ein Darlehen für berufliche oder betriebliche Zwecke gewähren. Sie können die Zinsen mit der günstigeren Abgeltungsteuer versteuern.

Seit dem Jahr 2009 unterliegen im Grundsatz alle Kapitaleinkünfte der sogenannten Abgeltungsteuer. Allerdings gibt es einige Ausnahmen. Der günstige Abgeltungsteuersatz wird beispielsweise nicht angewandt, wenn Kapitalgeber und Schuldner der Kapitalerträge „einander nahe stehende" Personen sind und der Schuldner die Zinszahlungen steuerlich absetzen kann, erklärt der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

12.09.2014

News für steuerberatende Berufe

Neuigkeiten für steuerberatende Berufe gibt es einmal im Monat im Mitgliederbereich des BdSt Thüringen (Spezielle Downloads Thüringen). Die Schriften liegen im PDF-Format vor.

09.09.2014

Wohnung im Elternhaus – eigener Hausstand ?

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte sich mit der Frage auseinanderzusetzen, inwieweit ein Steuerpflichtiger einen eigenen Haushalt (eigene Wohnung) im Elternhaus hat und außerdem dieser Arbeitnehmer am Beschäftigungsort wohnt und dort einen eigenen Hausstand unterhält. Grundsätzlich kann ein alleinstehender Arbeitnehmer einen doppelten Haushalt führen. Im Verfahren stritten die Beteiligten über die Anerkennung von Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung.

Dazu der BFH: Kann der Steuerpflichtige nicht nachweisen, dass er überhaupt etwas zum Haushalt beiträgt und halten die Eltern des erwachsenen Steuerpflichtigen, der bereits mehrere Jahre nicht mehr zu Hause gewohnt hat, die Wohnung nur vor, liegt kein eigener Hausstand des Kindes vor.

BFH vom 10.4.2014 – VI R 79/13

02.09.2014

Vordrucke zur Umsatzsteuer-Voranmeldung geändert

Neue Formulare gelten ab Oktober 2014

Unternehmer müssen ab Oktober 2014 neue Vordrucke zur Umsatzsteuer-Voranmeldung verwenden. Darauf macht der Bund der Steuerzahler aufmerksam. Freiberufler und Gewerbetreibende sind zur Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen verpflichtet, um angefallene Umsatzsteuer an das Finanzamt zu melden oder abzuführen. Dazu wird der Vordruck Umsatzsteuer-Voranmeldung (USt 1 A) genutzt. Mit Schreiben vom 31. Juli 2014 hat die Finanzverwaltung diesen Vordruck sowie die dazugehörige Anleitung aktualisiert. Mehr dazu

05.08.2014

Zum Wechsel der Fahrtenbuchmethode

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 20.3.2014 VI R 35/12 entschieden, dass ein unterjähriger Wechsel von der 1 %-Regelung zur Fahrtenbuchmethode für dasselbe Fahrzeug nicht zulässig ist.

Der BFH erklärt dazu:
Mit dem ordnungsgemäßen Fahrtenbuch ist sicherzustellen, dass der zu versteuernde Privatanteil an der Gesamtfahrleistung hinreichende Gewähr für dessen Vollständigkeit und Richtigkeit bietet und dass die materielle Richtigkeit mit vertretbarem Aufwand überprüfbar ist.
Zu diesem Zweck ist das Fahrtenbuch zeitnah und in geschlossener Form zu führen, nachträgliche Einfügungen und Änderungen sind auszuschließen.
Alternativ wird der Wert der Privatnutzung des Fahrzeuges anhand der tatsächlichen entstandenen Aufwendungen (also Belegnachweis!) ermittelt.
Das Zusammenspiel der Gesamtfahrleistung durch die im Fahrtenbuch vollständig dokumentierten Strecken auf der einen Seite und der Ansatz der gesamten Kraftfahrzeugaufwendungen mittels Belegen auf der anderen Seite begründet die Fahrtenbuchmethode.
Aus diesem Zusammenhang folgt, dass der Steuerpflichtige nur dann die 1%-Regelung für das jeweilige Fahrzeug wählen kann, wenn er das Fahrtenbuch mindestens für den gesamten Veranlagungszeitraum führt, in dem er das Fahrzeug nutzt. Der unterjährige Wechsel für ein und dasselbe Fahrzeug ist nicht zulässig.

29.07.2014

BFH – zur Abgeltungswirkung der Entfernungspauschale

Mit Urteil vom 20.03.2014 VI R 29/13 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass Reparaturaufwendungen infolge der Falschbetankung eines PKW auf der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nicht als Werbungskosten abziehbar sind.

Durch die Entfernungspauschale i. S. § 9 Abs.2 Satz 1 EStG werden sämtliche Aufwendungen, die durch die Wege zwischen Wohnung und
regelmäßiger Arbeitsstätte entstehen, abgegolten.
Die durch die Falschbetankung entstandenen Reparaturkosten konnte
der Kläger nicht im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung als Werbungskosten geltend machen.

Das Urteil wurde am 25.06.2014 veröffentlicht.

22.07.2014

Automatischer Kirchensteuerabzug

Unternehmen müssen sich spätestens im August registrieren lassen!

Ab dem Jahr 2015 gilt für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ein automatisiertes Abzugsverfahren. Banken, Versicherungen, Bausparkassen und Kapitalgesellschaften, die Gewinnanteile an die Gesellschafter (also Dividenden) ausschütten, müssen dazu die Religionszugehörigkeit des Sparers, Versicherungsnehmers oder des Gesellschafters beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) abfragen. Diese Pflicht trifft selbst den Alleingesellschafter-Geschäftsführer für seine "eigene" GmbH! Was zu tun ist, erklärt der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

15.07.2014

Bundesfinanzministerium (BMF) – Vorläufigkeitskatalog

Mit Schreiben vom 10. Juni 2014 hat das BMF die Erweiterung des Vorläufigkeitskataloges bekannt gegeben.
Dabei geht es um die Anrechnung der gesamten steuerfreien Zuschüsse zu einer Kranken- oder Pflegeversicherung auf Beiträge zu einer privaten Basiskrankenversicherung oder Pflege-Pflichtversicherung.

Im Rahmen der verfahrensrechtlichen Möglichkeiten sind sämtliche Einkommensteuerfestsetzungen für Veranlagungszeiträume ab 2010 hinsichtlich der Anrechnung der gesamten steuerfreien Zuschüsse wie oben genannt vorläufig vorzunehmen, wenn steuerfreie Zuschüsse zur Kranken- oder Pflegeversicherung gewährt worden sind.

Die Erweiterung des Vorläufigkeitskataloges erfolgte aufgrund anhängiger Musterverfahren.

08.07.2014

Ferienjobs richtig gemacht!

So sparen Schüler und Chefs Steuern

Die Sommerferien stehen vor der Tür und viele Schüler nutzen die Zeit, um ihr Taschengeld aufzubessern. Unternehmer haben die Möglichkeit, mit Ferienjobbern Bedarfsspitzen im Betrieb flexibel abzudecken. Eine Win-win-Situation, bei der allerdings die Steuern und Sozialabgaben nicht vergessen werden dürfen. Der Bund der Steuerzahler erklärt, worauf zu achten ist. Mehr dazu

01.07.2014

Probearbeit und Sozialversicherungspflicht

Ein Probearbeitsverhältnis ist darauf gerichtet, ein entsprechendes Arbeitsverhältnis im Unternehmen aufzunehmen. In einem solchen Fall übernimmt der Bewerber auf Anweisung eines Chefs betriebliche Arbeiten. Der Leistende ist im Betrieb eingegliedert und untersteht dem Weisungsrecht des Betriebes. Die Arbeit wird bezahlt. Inhaltlich unterscheidet sich die Beschäftigung nicht von der Beschäftigung der übrigen Arbeitnehmer.
Deshalb besteht für diese Probebeschäftigung Sozialversicherungspflicht.

Eine Ausnahme von der Versicherungspflicht können die sogenannten Schnuppertage sein. Dabei besteht kein Anspruch auf Bezahlung. Die Arbeitsleistung ist freiwillig, der Schnupperkandidat bekommt keine Arbeiten zugewiesen, die er allein und selbständig ausführen muss.
Es liegt kein Arbeitsverhältnis im klassischen Sinne vor, insofern besteht für die Schnuppertage keine Sozialversicherungspflicht.
Soweit der Arbeitgeber trotzdem eine Zahlung als Entschädigung für den Zeitaufwand leistet, sollte in einer Vereinbarung festgeschrieben sein, dass es sich nicht um eine Vergütung für geleistete Arbeit handelt.

12.06.2014

Urteile des BFH freuen Steuerzahler

Straßenreinigung, Winterdienst und Hausanschluss ansetzbar

In zwei am 11.06.2014 veröffentlichten Urteilen stellt der Bundesfinanzhof (BFH) klar, dass die Kosten für die Gehwegreinigung, den Winterdienst und den Hausanschluss als haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistung steuermindernd berücksichtigt werden können. Damit steigen die Chancen für Steuerzahler, diese Leistungen absetzen zu können, kommentiert der Bund der Steuerzahler die Entscheidungen. Mehr dazu

03.06.2014

Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung – Steuererklärung

Eine Aufteilung der Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung in einen privat und einen beruflich bzw. betrieblich veranlassten Anteil ist nicht möglich. Es handelt sich um das einheitlich dem privaten Bereich zuzuordnende Risiko der Sicherung des Lebensunterhalts.
Der Bundesfinanzhof entschied dazu:

Beiträge für eine Krankentagegeld-Versicherung sind ebenso wie solche zur Berufsunfähigkeitsversicherung nicht als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben abzugsfähig.
Ziel dieser Versicherungen ist es, krankheitsbedingte Verdienstausfälle auszugleichen. Das Risiko der Krankheit ist letztlich der privaten Sphäre zuzuordnen.

BFH v. 15.10.2013 – VI B 20/13

27.05.2014

Fortgeltung des Schwerbehindertenausweises

Erfolgt eine Herabsetzung des Grades der Behinderung von 80 oder mehr auf weniger als 50, ist dieser Sachverhalt einkommensteuerrechtlich ab dem im Bescheid genannten Zeitpunkt zu berücksichtigen, so der Bundesfinanzhof (BFH) mit Beschluss vom 11. März 2014 VI B 95/13.

Dazu wird ausgeführt:
Ist die Herabsetzung der Behinderung rechtskräftig festgestellt, sind die Folgerungen aus der Neufeststellung (Grundlagenbescheid) zum Neufeststellungszeitpunkt zu ziehen, weil von diesem Moment an behinderungsbedingte erhöhte Wegekosten (im Urteilsfall) nicht länger zu erwarten sind.

20.05.2014

Besteuerung von Einkünften im Rahmen eines Schneeballsystems

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) müssen Anleger aus einer Beteiligung an einem sogenannten Schneeballsystem, die als Zinsen geleisteten Zahlungen als Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuern. Auch Zinsgutschriften oder die Wiederanlage fälliger Zinsbeträge unterliegen der Versteuerung.

Der BFH informiert dazu in einer Pressemitteilung: Mehr dazu

13.05.2014

Neues Musterverfahren zur Abgeltungsteuer

So können Sparer profitieren!

Seit Einführung der Abgeltungsteuer können Sparer und Kapitalanleger grundsätzlich nur noch den sogenannten Sparer-Pauschbetrag geltend machen. Dieser beträgt bei Singles 801 Euro und bei Ehepaaren 1.602 Euro pro Jahr. Höhere Werbungskosten erkennt das Finanzamt nicht mehr an. Mit zwei Musterverfahren lässt der Bund der Steuerzahler klären, ob die Einschränkung des Werbungskostenabzugs rechtmäßig ist. Von dem Verfahren können vor allem Sparer profitieren, denen im Zusammenhang mit ihrer Kapitalanlage hohe Kosten entstehen. Mehr dazu

06.05.2014

Investitionsabzugsbetrag und 1%-Regelung

In einem Verfahren vor dem Finanzgericht Sachsen-Anhalt ging es um den Investitionsabzugsbetrag und die fast ausschließliche betriebliche Nutzung eines Fahrzeuges.
Der Steuerpflichtige hatte für die zeitlich spätere private Nutzung des Fahrzeuges nach der Anschaffung die 1%-Regelung zum Ansatz gebracht, wodurch die Bedingung für den Investitionsabzugsbetrag nicht mehr erfüllt ist.
Nach BFH-Rechtsprechung ist bei der 1%-Regelung von einem Privatanteil von 20 – 25% auszugehen.
Der Steuerpflichtige muss die fast ausschließliche betriebliche Verwendung des Fahrzeugs nachweisen, was durch ein ordnungsgeführtes Fahrtenbuch möglich ist, da ansonsten der Investitionsabzugsbetrag nicht gewährt wird.

FG Sachsen-Anhalt Urteil vom 12.6.2013 – 2 K 1191/12

29.04.2014

Verwendung neuer Muster für Spendenbescheinigungen zwingend ab 2015

Mit Bundessteuerblatt (Teil I 2013 S. 1333) wurden die Muster für Zuwendungsbestätigungen ab 1.1.2014 veröffentlicht, die auch für Zuwendungen ab dem Januar 2014 genutzt werden sollen.
Mit Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 26. März 2014 wird nun informiert, dass die veröffentlichten Zuwendungsbestätigungen erst ab 2015 zum Einsatz kommen müssen. Die bisherigen Muster dürfen also wie bisher verwendet werden. Die Finanzverwaltung wird dieses nicht beanstanden.

22.04.2014

Werbungskosten 1.000 Euro-Grenze und Garagenmiete bei doppelter Haushaltsführung

Mietet ein Arbeitnehmer am Beschäftigungsort eine Garage bzw. einen PKW-Stellplatz an, sind die Mietzahlungen ab 2014 nach neuer Rechtslage nicht mehr unbegrenzt als Werbungskosten abziehbar.
In einem Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums zur Reisekostenreform vom 30. September 2013 wird darauf hingewiesen, dass der separate Abzug der Mietkosten nicht wie bisher zulässig ist. Ab Veranlagungszeitraum 2014 müssen Stellplatz- und Garagenmieten in die Gesamtkosten der Zweitwohnung eingerechnet werden.
Damit unterliegen Sie der neuen monatlichen Höchstgrenze von 1.000 Euro bis zu denen der Abzug der Unterkunftskosten einer doppelten Haushaltsführung abgezogen werden können.
Die Auswirkungen werden nur dann spürbar, wenn die übrigen Zweitwohnungskosten die Grenze von 1.000 Euro bereits erreicht haben.

14.04.2014

Mindestpensionsalter bei Gesellschafter-Geschäftsführern

Finanzamt darf Altersgrenze nicht eigenmächtig festlegen

Im Jahr 2008 legte die Finanzverwaltung fest, dass für die Berechnung von Pensionszusagen bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern von einem Mindestpensionsalter von 66 bzw. 67 Jahren auszugehen ist. Bei vielen GmbHs mussten die Pensionszusagen neu bewertet werden, weil mit dem Geschäftsführer meist ein geringeres Pensionsalter vertraglich vereinbart war. Im Einzelfall führte die Neubewertung sogar zu einem höheren steuerlichen Gewinn der Unternehmen und damit zu mehr Steuern. Der Bundesfinanzhof entschied nun zugunsten der Unternehmen: Das Finanzamt darf das zwischen Gesellschafter und GmbH vereinbarte Pensionsalter nicht einfach nach oben korrigieren. Der Bund der Steuerzahler erklärt das Urteil. Mehr dazu

02.04.2014

Steuerliche Berücksichtigung von Handwerkerleistungen

Mit der Erarbeitung der Einkommensteuererklärungen 2013 treten immer wieder Fragen zur steuerlichen Berücksichtigung von Handwerkerleistungen auf, insbesondere dann, wenn es mit neueren gesetzlichen Bestimmungen Änderungen gibt.
Bisher galt und gilt auch weiter, dass die Tätigkeit eines Gutachters nicht zu den
begünstigten Handwerkerleistungen zählt. Das waren z. B. Mess- oder Überprüfungsarbeiten, Kontrollen von Blitzschutzanlagen, die Feuerstättenschau. Mehr dazu

25.03.2014

Notdienstpauschale für Apotheken – keine Umsatzsteuer

Seit dem 1. August 2013 sind Änderungen des Apothekennotdienstsicherstellungsgesetzes in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz wurde die Notdienstpauschale für Apotheken eingeführt. Apotheken erhalten für jeden vollständig ausgeführten Notdienst (d. h. Dienstbereitschaft von spätestens 20 Uhr bis mindestens 6 Uhr des Folgetages) einen pauschalen Zuschuss aus einem Fonds.

Das Bayerische Landesamt für Steuern (BayLfSt) informierte bezüglich Umsatzsteuer dazu:
Der pauschale Zuschuss, den die Apotheken für ihre vollständig ausgeführten Notdienste aus dem Fonds erhalten, unterliegt als echter Zuschuss nicht der Umsatzsteuer.
Die Erhöhung des Festzuschlags bei der Berechnung des Apothekenabgabepreises um 16 Cent zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes unterliegt im Gegensatz dazu der Umsatzsteuer.

(BayLfSt vom 5.2.2014)

18.03.2014

Übernahme von Bußgeld durch den Arbeitgeber

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 14. November 2013 (veröffentlicht am 22. Januar 2014) entschieden, dass Bußgelder, die ein Spediteur für einen angestellten Fahrer übernimmt bei diesem zu Arbeitslohn führen.
Im vorliegenden Fall wurden dem Fahrer Bußgelder wegen Überschreitung von Lenkzeiten und der Nichteinhaltung von Ruhezeiten auferlegt, die vom Arbeitgeber bezahlt wurden.

Der BFH führt dazu aus: Vorteile haben keinen Arbeitslohncharakter, wenn sie sich bei objektiver Würdigung aller Umstände nicht als Entlohnung, sondern lediglich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung erweisen. Das ist nur dann der Fall, wenn sie aus ganz überwiegend eigenbetrieblichem Interesse des Arbeitgebers gewährt werden. Ein rechtswidriges Tun ist keine beachtliche Grundlage einer solchen betriebsfunktionalen Zielsetzung.
BFH AZ: VI R 29/00
13.03.2014

Dienstwagen bei Arbeitsverhältnissen unter Ehegatten

Auf die richtige Vereinbarung kommt es an!

Arbeitet der Ehegatten im Betrieb des Partners mit, darf er auch einen Dienstwagen bekommen und diesen für private Fahrten nutzen. Dies hat der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Beschluss bestätigt. Voraussetzung ist, dass die Vereinbarungen zwischen den Ehegatten „fremdüblich“ sind. Hier kommt es auf die richtige Vereinbarung an, so der Bund der Steuerzahler. Gerade bei der Überlassung hochwertiger Fahrzeuge schaut die Finanzverwaltung genauer hin. Mehr dazu

11.03.2014

Aufwendungen für bürgerliche Kleidung nicht anteilig abzugsfähig

Eine Aufteilung von Aufwendungen für bürgerliche Kleidung (im vorliegenden Fall ging es um sogenannte Business-Kleidung) ist bei feststehender Arbeitszeit möglich.
Bei der Ermittlung der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit können Aufwendungen als Werbungskosten abgezogen werden, wenn diese Aufwendungen mit der Einkünfteerzielung objektiv zusammenhängen und ihr subjektiv zu dienen bestimmt sind. Es muss der wirtschaftliche Zusammenhang bestehen.

Ob es sich um Aufwendungen der beruflichen Sphäre oder der privaten Lebensführung handelt, ist immer im Einzelfall zu prüfen bzw. zu ermitteln.

Das Einkommensteuergesetz (EStG) enthält kein allgemeines Aufteilungs- und Abzugsverbot. Eine Aufteilung von gemischt veranlassten Aufwendungen ist also möglich. Dabei sind die Aufwendungen anhand der privaten oder beruflichen Veranlassungsbeiträge aufzuteilen. Der beruflich veranlasste Anteil, ist als Werbungskosten abziehbar. Derartige Aufwendungen sind aber nach den Vorschriften über das steuerliche Existenzminimum dem Anwendungsbereich der § 9 EStG (Werbungskosten) entzogen.
BFH, Beschluss v. 13.11.2013 – VI B 40/13, NV; veröff. am 15.01.2014
04.03.2014

Leerstand kann Grundsteuererlass rechtfertigen

Anträge bis 31. März 2014 möglich

Trotz erheblicher Bemühungen können Immobilien häufig nicht vermietet werden. Bleiben Mieteinnahmen unverschuldet aus, so kann dies zum teilweisen Erlass der Grundsteuer führen. Ein entsprechender Antrag auf Erlass der Grundsteuer muss für das Jahr 2013 bis spätestens zum 31. März 2014 bei den Gemeinden eingegangen sein. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Mehr dazu

25.02.2014

Hauptzollämter sind für Kraftfahrzeugsteuer zuständig

Bisher waren die jeweiligen Finanzämter der direkte Ansprechpartner für die Kraftfahrzeugsteuer.

Seit Juli 2009 wurde diese Steuer als Bundessteuer ausgestaltet und unabhängig davon nach wie vor von den Finanzämtern der jeweiligen Länder verwaltet.
Schrittweise werden nun die Daten von den Ländern vom Bund übernommen. Dieser Prozess soll bundesweit bis spätestens 30. Juni 2014 abgeschlossen sein.
Für das Land Thüringen wird diese Datenübernahme bis Ende April 2014 vollzogen.
Ab dem 2. Mai 2014 ist dann das Hauptzollamt Frankfurt/Oder für unsere Kfz-Steuer zuständig. Die örtlichen Finanzämter haben ab diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr, Anträge zu bearbeiten und Fragen zu beantworten, da dann sämtliche Unterlagen bei der Zollverwaltung hinterlegt sind. Mehr dazu

18.02.2014

Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) 2014

Die Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2014 sind in folgender Höhe anzuwenden:


Jahreswert für eine Person ohne Umsatzsteuer

Angaben in Euro; Eh. = Einzelhandel

Gewerbezweig
ermäßigter Steuersatzvoller Steuersatzinsgesamt
Bäckerei1.176
397
1.573
Fleischerei912
820
1.732
Gast- und Speisewirtschaften


* mit Abgabe von kalten Speisen1.150
965
2.115
* mit Abgabe von kalten und warmen Speisen1.586
1.731
3.317
Getränkeeinzelhandel
93
291
384
Café und Konditorei1.137
635
1.772
Milch, Milcherzeugnisse, Fettwaren, Eier (Eh.)635
67
702
Nahrungs- und Genussmittel (Eh.)1.295
740
2.035
Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln (Eh.)291
212
503

Pauschbeträge dienen der Vereinfachung. Zu- und Abschläge wegen persönlicher individueller Ess- oder Trinkgewohnheiten (einschließlich z. B. Krankheit oder Urlaub) sind nicht zulässig.

Die Pauschbeträge sind Jahreswerte je Person. Für Kinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr entfällt der Ansatz eines Pauschbetrages. Für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr ist der jeweils halbe Pauschbetrag anzusetzen. Tabakwaren sind in den Pauschbeträgen nicht enthalten, die Pauschbeträge sind dann im Bedarfsfall zu erhöhen durch Schätzung.


Bei gemischten Betrieben (Fleischerei oder Bäckerei mit Lebensmittelangebot oder Gastwirtschaft) ist nur der jeweils höhere Pauschbetrag des Gewerbezweiges anzusetzen.

13.02.2014

Handwerker und Putzhilfe von der Steuer absetzen

Diese Änderungen sollten Steuerzahler kennen!

Kosten für einen Handwerker oder die Putzhilfe können in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Damit lassen sich ordentlich Steuern sparen. Wegen eines aktuellen Verwaltungsschreibens müssen zukünftig ein paar neue Dinge beachtet werden. Steuerzahler sollten sich von den neuen Verwaltungsregeln jedoch nicht verunsichern lassen, rät der Bund der Steuerzahler (BdSt). Gewusst wie, lassen sich Handwerkerrechnung und Co. bei der Steuer anbringen. Der BdSt erklärt die Änderungen. Mehr dazu

04.02.2014

Einschränkung der Freigrenze für Sachbezüge

Ab 1. Januar 2014 fallen Beiträge des Arbeitgebers zur Zukunftssicherung des Arbeitnehmers wie beispielsweise zur privaten Kranken- oder Pflegezusatzversicherung nicht mehr unter die 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge. Beiträge des Arbeitgebers zu einer arbeitgeberfinanzierten Gruppenkrankenversicherung im PKV-Bereich zugunsten der Mitarbeiter galten bisher als Sachzuwendung.
Daher waren solche monatlichen Versicherungsbeiträge steuerfrei und beitragsfrei zur Sozialversicherung. Voraussetzung dabei war nur, dass sie zusammen mit anderen Sachzuwendungen beim Arbeitnehmer im jeweiligen Kalendermonat den Wert von 44 Euro nicht übersteigen durften.
Entsprechend dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 10.10.2013 führt die Beitragszahlung des Arbeitgebers ab 1. Januar 2014 zum Zufluss von Barlohn, d. h. keine Anwendung der 44-Euro-Grenze.

28.01.2014

Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer

Das Bundesfinanzministerium informiert auf seinen Internetseiten über folgende Veränderungen:
Ab 1. Januar 2015 ist es nicht mehr erforderlich, einen Antrag auf Einbehalt von Kirchensteuer auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge zu stellen. Der Einbehalt für und die Weiterleitung an die steuererhebende Religionsgemeinschaft erfolgt künftig automatisch.

Die Kirchensteuererhebung wird für den Bereich der Kapitalerträge modernisiert und vereinfacht. Für das Jahr 2014 müssen die Angehörigen der kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaften zwar noch das gesetzlich vorgeschriebene Antragsverfahren nutzen, um den Kirchensteuerabzug bereits bei der Abgeltungsteuer zu veranlassen.
Das Verfahren wird vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) durchgeführt.

Weitere Informationen sind auf den Internetseiten des BZSt erhältlich. Zudem kann man dort unter "Formulare und Links" sich das Formular "Erklärung zum Sperrvermerk" herunterladen. Mit diesem Formular, das ausgefüllt und unterschrieben an das BZSt zurückgeschickt werden muss, kann dem automatisierten Datenabruf widersprochen werden. Über die Folgen wird in dem Schriftstück belehrt.
24.01.2014

Glätte auf den Straßen

Finanzamt an Unfallkosten von Berufspendlern beteiligen

Die aktuellen winterlichen Straßenverhältnisse hatten für manche Autofahrer negative Folgen. Bei dem Ärger über Rutschpartien und Auffahrunfälle sollten alle diejenigen, die mit dem eigenen PKW zur Arbeit fahren, die steuerliche Seite nicht aus den Augen verlieren. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen die Unfallkosten steuerlich absetzen. Darauf weist der Bund der Steuerzahler Thüringen hin. Mehr dazu

21.01.2014

Steuererklärungsfristen für das Kalenderjahr 2013

Die Steuererklärungen 2013 müssen grundsätzlich bis zum 31. Mai 2014 beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. In diesem Jahr ist es allerdings der 2. Juni, weil der 31.5. auf einen Samstag fällt.

Die Frist kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 31. Dezember 2014 verlängert werden. Mehr dazu
13.01.2014

Kapitalabfindung aus einem Versorgungswerk

BFH erlaubt ermäßigte Besteuerung

Kapitalzahlungen aus einem berufsständischen Versorgungwerk unterliegen der Einkommensteuer. Dies entschied kürzlich der Bundesfinanzhof-BFH (Az.: X R 3/12). Allerdings erlaubten die Richter, dass die einmalige Kapitalzahlung aus dem Versorgungswerk ermäßigt besteuert wird. Damit lässt sich im Einzelfall die Steuerlast drücken, erklärt der Bund der Steuerzahler. Wichtig ist das Urteil vor allem für Freiberufler, die bereits vor dem Jahr 2005 in ein berufsständisches Versorgungswerk eingezahlt haben und beim Eintritt in den Ruhestand eine einmalige Kapitalauszahlung aus dem Versorgungswerk erhalten. Mehr dazu

02.01.2014

Jetzt Ablage entrümpeln und dabei Aufbewahrungsfristen beachten

Stichjahre 2003 und 2007

Jetzt Ablage entrümpeln und dabei Aufbewahrungsfristen beachten /
Stichjahre 2003 und 2007

Den Beginn des Jahres sollten alle Unternehmen, Freiberuflern und Verbände nutzen, die Aktenschränke von alten Unterlagen zu entlasten.
Darauf hat jetzt der Bund der Steuerzahler (BdSt) Thüringen hingewiesen. Die Abgabenordnung sieht zwei wichtige steuerliche Aufbewahrungsfristen vor: Mehr dazu

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