BdSt Thüringen - Archiv 2016

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07.12.2016

Bund der Steuerzahler (BdSt) Thüringen warnt erneut vor Verbeamtung von Lehrern

„Die Verbeamtung von Lehrern ist primär aus ordnungspolitischer Sicht abzulehnen, weil Lehrer keine hoheitlichen Aufgaben haben“, meint Justus Kehrl, der Vorsitzende des Thüringer BdSt.
„Eine Verbeamtung von einzelnen Lehrern bei Neueinstellung in Mangelfächern wird den berechtigten Neid derjenigen hervorrufen, die bisher den Unterricht unter Anstrengungen abdecken und wirkt demotivierend. Werden wieder in großem Ausmaß Lehrer zu Beamten ernannt, so macht das Land den teuren Fehler der Vergangenheit noch einmal. Es ist zu erwarten, dass die Schülerzahlen im Freistaat langfristig sinken“, so Kehrl.

Versüßt werden soll die Verbeamtung den Steuerzahlern mit einer kombinierten jährlichen Schuldentilgung, dem sogenannten Absicherungsmodell. Doch können wir Steuerzahler uns darauf verlassen? Der Bund der Steuerzahler Thüringen meint - nein.

„Solange die Tilgung nicht in der Verfassung verankert ist, kann die Verpflichtung dazu von jeder zukünftigen Landtagsmehrheit wieder aus Gesetzen und Verordnungen gestrichen werden – aber die ernannten Beamten müssen weiter bezahlt und später versorgt werden. Wir bezweifeln, dass der Hauptgrund für die Probleme bei der Suche nach Fachlehrern der fehlende Beamtenstatus ist. Es sollte bei der Bewerbungs- und Schulorganisation nach Verbesserungen gesucht werden. Zudem sollte Thüringen mit anderen Ländern gemeinsam gegen die Verbeamtung von Lehrern eintreten“, so der Vorsitzende des Steuerzahlerbundes abschließend.

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