BdSt Thüringen - Archiv 2016 Steuertipps

Steuertipps > Archiv 2016 Steuertipps
22.12.2016

Kurz vor Jahresende noch Steuern sparen

Kurzentschlossene können noch Steuerlast für 2016 senken / Zahlungen müssen in diesem Jahr geleistet werden

Das Jahr neigt sich mit schnellen Schritten dem Ende zu, für die Steuerzahler bieten sich aber auch in den wenigen verbleibenden Tagen noch Steuersparchancen für 2016. Darauf weist der Bund der Steuerzahler Thüringen hin. Allerdings ist schnelles Handeln gefragt.

Wer plant, in seinem Privathaushalt zu renovieren oder eine neue Küche einbauen zu lassen, kann mit einem schnellen Auftrag an Handwerker noch 2016 seine Steuerschuld drücken. 20 Prozent der auf die Arbeits- und Fahrtkosten zuzüglich Umsatzsteuer entfallenden Handwerkerleistungen – maximal bis zu 1.200 Euro im Jahr – können von der Einkommensteuerschuld abgezogen werden. Dazu müssen die Aufwendungen durch Vorlage einer Rechnung und die Zahlung auf ein Konto des Handwerkers durch einen Bankbeleg nachgewiesen werden. Berücksichtigt wird der Steuerabzug in dem Jahr, in dem Rechnung bezahlt wird. Selbst wenn Arbeiten erst 2017 ausgeführt werden, können noch in diesem Jahr in Rechnung gestellte Abschlagszahlungen steuermindernd berücksichtigt werden. Mehr dazu

08.12.2016

Höherer Mindestlohn

Anpassungsbedarf bei Minijobs prüfen!

Ab dem 1. Januar 2017 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn. Der Mindestlohn betrifft auch Minijobs. Steuerzahler, die im Betrieb oder im Privathaushalt einen Minijobber beschäftigen, sollten unbedingt nachrechnen, ob durch die neue Regelung die Minijobgrenze von 450 Euro pro Monat überschritten wird, rät der Bund der Steuerzahler. Geht der Minijobstatus verloren, sind Meldungen an die Krankenkassen und das Finanzamt erforderlich. Mehr dazu

14.11.2016

Bessere Steuerregel für Übertragung von Pensionszusagen

Beim Übergang auf eine andere GmbH entsteht kein Arbeitslohn!

Wird eine Pensionszusage auf eine andere Gesellschaft übertragen, führt das beim Arbeitnehmer nicht unbedingt zu steuerpflichtigem Arbeitslohn. Damit entschärft das oberste deutsche Steuergericht eine heikle Problematik, die sich oft beim Verkauf von GmbHs stellt, erklärt der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

11.10.2016

Gesundheitsbewusstes Verhalten schadet nicht bei der Steuer

Finanzamt darf bei Bonusprogrammen den Steuerabzug nicht kürzen

Eine gute Nachricht für Versicherte: Bonuszahlungen der Krankenkasse für freiwillige Gesundheitsmaßnahmen sind keine Beitragsrückerstattung. Das heißt, die Krankenkassenbeiträge für die Basisversorgung dürfen in voller Höhe in der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben abgesetzt werden, erklärt der Bund der Steuerzahler. Die Finanzämter kürzten bisher in diesen Fällen die abzugsfähigen Krankenkassenbeiträge um die Bonuszahlung und berücksichtigten zum Nachteil der Steuerzahler deshalb nur geringere Beiträge. Zu Unrecht, wie der Bundesfinanzhof entschied (Az.: X R 17/15). Mehr dazu

20.09.2016

Voraussichtliche Sozialversicherungswerte 2017

Den Entwurf einer Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2017 hat das Bundeskabinett bekanntgemacht.
Die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung werden mit der Verordnung gemäß der Einkommensentwicklung aktualisiert. Mehr dazu

15.09.2016

Heimunterbringung von Ehegatten

Steuerzahler müssen doppelten Abzug der Haushaltsersparnis nicht hinnehmen

Steuerzahler, die aus gesundheitlichen Gründen in einem Pflegeheim leben, können die Kosten für die Heimunterbringung in der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastung absetzen. Wird im Zusammenhang mit dem Umzug ins Heim der frühere Haushalt aufgelöst, kürzt das Finanzamt die abziehbaren Ausgaben um die sogenannte Haushaltsersparnis, erklärt der Bund der Steuerzahler (BdSt). Damit sollen die Aufwendungen, die sich der Steuerzahler für das Unterhalten eines eigenen Hausstandes erspart, abgegolten werden. Umstritten ist allerdings, wie die Haushaltsersparnis bei Ehegatten zu berücksichtigen ist, wenn diese gemeinsam aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit in ein Pflegeheim umziehen. Zum Teil ziehen die Finanzämter die Haushaltsersparnis doppelt ab, obwohl nur ein gemeinsamer Haushalt aufgegeben wird. Ob dies rechtens ist, wird nun der Bundesfinanzhof entscheiden müssen. Dort ist ein entsprechendes Musterverfahren anhängig (Az.: VI R 22/16). Mehr dazu

05.09.2016

Künstlersozialabgabe 2017

Der Prozentsatz der Künstlersozialabgabe beträgt im Jahr 2017 4,8 Prozent. Das wurde durch die Künstlersozialabgabe-Verordnung 2017 vom 9.8.2016, veröffentlicht am 11.8.2016 im Bundesgesetzblatt (BGBl 2016 S.1976), bekannt. Für 2016 beträgt der Satz 5,2 Prozent.

30.08.2016

Werbekalender von der Steuer absetzen

Strenge Aufzeichnungspflichten beachten!

Unternehmer können die Kosten für die Herstellung sogenannter Geschenkkalender, die beispielsweise zu Weihnachten oder zu Jubiläen an Geschäftsfreunde und Kunden versandt werden, steuerlich absetzen. Vorausgesetzt, es werden die strengen Buchhaltungsvorschriften eingehalten! Hier rät der Bund der Steuerzahler zur Sorgfalt, denn die Aufwendungen für die Herstellung von Kalendern mit Firmenlogo sind nur dann als Betriebsausgaben abzugsfähig, wenn die Kosten einzeln und getrennt von den übrigen Betriebsausgaben in der Buchhaltung aufgezeichnet werden. Dies geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg hervor (Az. 6 K 2005/11). Mehr dazu

27.06.2016

Ferienjobs richtig abgerechnet!

So sparen Schüler und Chefs Steuern

Die Sommerferien haben in Thüringen begonnen und viele Schüler nutzen die Zeit, um ihr Taschengeld aufzubessern. Unternehmer haben die Möglichkeit, mit Ferienjobbern Bedarfsspitzen im Betrieb flexibel abzudecken. Eine Win-win-Situation, bei der allerdings die Steuern und Sozialabgaben nicht vergessen werden dürfen. Der Bund der Steuerzahler Thüringen erklärt, worauf zu achten ist.

Auch bei Schülern gilt: Der Arbeitslohn ist steuerpflichtig. Dabei gibt es drei Wege, die Besteuerung durchzuführen: Mehr dazu

08.06.2016

Unerwünschte Steuerfolgen vermeiden – Testamente sorgfältig abfassen!

Butterbrotpapier genügt den Anforderungen nicht

Steuerzahler sollten ihre Testamente sorgfältig abfassen. Dies gilt nicht nur für den Inhalt des Testaments, sondern auch für ihre äußere Form. Erfüllt ein Testament nicht die strengen Formvorgaben, ist es unwirksam. Das hat möglicherweise nicht nur Auswirkungen auf die Nachlassfolge, sondern gegebenenfalls auch steuerliche Folgen, erläutert der Bund der Steuerzahler. Denn das Steuerrecht orientiert sich daran, wer Erbe geworden ist. Je nachdem, wie eng der Grad der Verwandtschaft ist, bzw. ob der Erbe bereits in den Vorjahren Vermögen vom Verstorbenen erhalten hat, kann sich die Erbschaftsteuerbelastung verändern. Es wäre schade, wenn eine gut überlegte Nachfolgeregelung an Formalien scheitert und dann unerwünschte Steuerfolgen ausgelöst werden, gibt der Bund der Steuerzahler zu bedenken. Mehr dazu

03.05.2016

Vermieter können volle Fahrtkosten absetzen

Fahrten zum Mietobjekt richtig abrechnen!

Vermieter können die Fahrtkosten zu ihren Mietobjekten mit einer Pauschale von 30 Cent je gefahrenem Kilometer als Werbungskosten oder mit den tatsächlichen Kosten absetzen. Das heißt, die Strecke für Hin- und Rückfahrt zum vermieteten Grundstück kann in der Einkommensteuererklärung angegeben werden, betont der Bund der Steuerzahler. Dies gilt beispielsweise für gelegentliche Fahrten des Vermieters zu seinen Mietobjekten zu Kontrollzwecken, bei einem Mieterwechsel oder zum Ablesen der Zählerstände. Mehr dazu

11.04.2016

Steuervorteil bei Abfindungen sichern!

Finanzverwaltung erlaubt jetzt höhere Teilzahlung

Wer eine Abfindung für den Verlust seines Arbeitsplatzes erhält, sollte sich diese möglichst auf einen Schlag auszahlen lassen. Denn wird die Entschädigung zusammengeballt in einem Kalenderjahr gezahlt, gilt eine ermäßigte Besteuerung. Unter Umständen kann aber auch bei Teilzahlungen die günstigere Steuerregel angewandt werden. Ein aktuelles Verwaltungsschreiben des Bundesfinanzministeriums gibt betroffenen Steuerzahlern jetzt mehr Spielraum, erläutert der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

15.03.2016

Kindergeld in Patchwork-Familien

Zählkindervorteil beim Kindergeld nutzen!

Mit einem ganz legalen Trick können Patchwork-Familien ihr Kindergeld erhöhen. Dahinter verbirgt sich die sogenannte Zählkinder-Berechnung, erklärt der Bund der Steuerzahler. Der Kniff, es sollte immer der Partner das Kindergeld beantragen, der mehr eigene Kinder – zum Beispiel aus einer früheren Beziehung – hat.

Kinder, die beim Ex-Partner leben, gelten für den anderen Elternteil als „Zählkinder“. Das heißt, das Kindergeld wird nur an den Elternteil ausgezahlt, bei dem das Kind wohnt, gezählt wird das Kind aber auch für den anderen Elternteil. Auswirkungen hat dies für die Berechnungsweise des Kindergelds, wenn die Eltern des gemeinsamen Kindes noch weitere Kinder mit einem neuen Partner haben. Denn je nach Kinderanzahl wird ein höheres Kindergeld gezahlt: Für das erste und zweite Kind gibt es 190 Euro, für das dritte Kind 196 Euro und für jedes weitere Kind 221 Euro pro Monat. Daher sollte immer der Elternteil das Kindergeld beantragen, der mehr Kinder hat, rät der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

08.03.2016

BdSt-Checkliste für Einkommensteuererklärung 2015

Der BdSt erklärt, was Sie nicht vergessen sollten!

Jetzt geht’s für viele an die Einkommensteuererklärung 2015. Die gute Nachricht ist: Die Steuerzahler müssen sich auf nur wenige Neuerungen einstellen, viel geändert hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht. Zudem lohnt sich die Mühe, denn in zahlreichen Fällen gibt es vom Finanzamt Geld zurück. Die Erstattung lag im Durchschnitt bei knapp 900 Euro.

Zuvor müssen Belege sortiert und die Vordrucke ordentlich ausgefüllt werden. Woran sollten Sie unbedingt denken? Damit nichts vergessen wird, haben wir eine Übersicht zusammengestellt. Darüber hinaus enthält unser Informationsmaterial Tipps und Hinweise zu Änderungen 2015 – und wir erläutern die wichtigsten Fakten zum Thema Steuern.
Wenn Sie wissen möchten, wer, wann und wie die Einkommensteuererklärung 2015 abgeben werden muss, kann hier unsere Steuerinformation abrufen.

BdSt-Mitglieder sind besser informiert. Hier können Sie Mitglied werden.

23.02.2016

Nachhilfe für Kinder ist steuerfrei

Umsatzsteuerbefreiung gilt auch für Privatlehrer

Nachhilfelehrer können ihren Unterricht in vielen Fällen ohne Umsatzsteuer anbieten. Auf eine entsprechende Entscheidung des Finanzgerichts Schleswig-Holstein macht der Bund der Steuerzahler aufmerksam. Gut für Eltern und Schüler, für die der Nachhilfeunterricht dadurch günstiger ist. Lehrer, die Nachhilfeunterricht anbieten, sollten prüfen, ob sie ihren Unterricht ohne Umsatzsteuer abrechnen können. Mehr dazu

15.02.2016

Leerstand kann Grundsteuererlass rechtfertigen

Anträge bis 31. März 2016 möglich

Trotz erheblicher Bemühungen können Immobilien häufig nicht vermietet werden. Bleiben Mieteinnahmen unverschuldet aus, so kann dies zum teilweisen Erlass der Grundsteuer führen. Ein entsprechender Antrag auf Erlass der Grundsteuer muss für das Jahr 2015 bis spätestens zum 31. März 2016 bei den Gemeinden eingegangen sein. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Mehr dazu

02.02.2016

Pauschbeträge für Sachentnahmen (Eigenverbrauch) 2016

Das Bundesfinanzministerium hat für das Jahr 2016 die geltenden Pauschbeträge für die unentgeltlichen Wertabgaben (Sachentnahmen) bekannt gegeben.

Der jeweilige Pauschbetrag stellt einen Jahreswert für eine Person dar. Für Kinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr entfällt der Ansatz eines Pauschbetrages. Bis zum vollendeten 12. Lebensjahr ist die Hälfte des jeweiligen Wertes anzusetzen.
Tabakwaren sind in den Pauschbeträgen nicht enthalten. Soweit diese entnommen werden, sind die Pauschbeträge entsprechend zu erhöhen (Schätzung).
Diese Vereinfachungsregelung lässt keine Zu- und Abschläge zur Anpassung an individuelle Verhältnisse (z. B. Ess- oder Trinkgewohnheiten, Krankheit oder Urlaub) zu.


Jahreswert für eine Person ohne Umsatzsteuer

Angaben in Euro; Eh. = Einzelhandel

Gewerbezweig
ermäßigter Steuersatzvoller Steuersatzinsgesamt
Bäckerei1.199
404
1.603
Fleischerei930
835
1.765
Gaststätten aller Art



* mit Abgabe von kalten Speisen1.172
983
2.155
* mit Abgabe von kalten und warmen Speisen1.616
1.764
3.380
Getränkeeinzelhandel
95
297
392
Café und Konditorei1.158
647
1.805
Milch, Milcherzeugnisse, Fettwaren, Eier (Eh.)647
68
715
Nahrungs- und Genussmittel (Eh.)1.320
754
2.074
Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln (Eh.)297
216
513

(BMF-Schreiben vom 16.12.2015)



26.01.2016

Steuererklärungsfristen für das Kalenderjahr 2015

Die Steuererklärungen 2015 müssen grundsätzlich bis zum 31. Mai 2016 beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Die Frist kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 31. Dezember 2016
verlängert werden. Mehr dazu

18.01.2016

Schneeschieben von der Steuer absetzen

So beteiligen Sie den Fiskus an den Kosten für den Winterdienst!

In vielen Teilen von Thüringen können sich Kinder über Schnee freuen. Für die Erwachsenen macht der Schnee jedoch oft mächtig Arbeit. Denn viele Mieter und Hauseigentümer trifft nun wieder die Räumpflicht auf Wegen und Straßen. Manchen Steuerzahlern sind das frühe Aufstehen und der Griff zur Schneeschaufel jedoch zu mühsam: Wird ein Dritter mit den Arbeiten beauftragt, lassen sich diese Kosten steuerlich absetzen. Mehr dazu

14.01.2016

Wichtiges Kindergeldurteil für Studenten

Die Prüfungsergebnisse zählen!

Gute Nachrichten für Studenten und Eltern: Kindergeld wird so lange gezahlt, bis die Prüfungsergebnisse vorliegen. Eine universitäre Ausbildung endet erst, wenn dem Studenten die Prüfungsergebnisse mitgeteilt werden und nicht bereits mit dem Ablegen der letzten Prüfung. Auf eine entsprechende Entscheidung des Finanzgerichts Sachsen macht der Bund der Steuerzahler aufmerksam (Az. 4 K 357/11). Damit schafft das Gericht Rechtssicherheit für Eltern, deren Kinder länger auf ihre Noten warten müssen. Mehr dazu

06.01.2016

Glätte auf den Straßen

Finanzamt an Unfallkosten von Berufspendlern beteiligen

Die aktuellen winterlichen Straßenverhältnisse hatten für manche Autofahrer negative Folgen. Bei dem Ärger über Rutschpartien und Auffahrunfälle sollten alle diejenigen, die mit dem eigenen PKW zur Arbeit fahren, die steuerliche Seite nicht aus den Augen verlieren. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen die Unfallkosten steuerlich absetzen. Darauf weist der Bund der Steuerzahler (BdSt) Thüringen hin. Mehr dazu

04.01.2016

Jetzt Ablage entrümpeln und dabei Aufbewahrungsfristen beachten

Stichjahre 2005 und 2009


Platz schaffen, aber Aufbewahrungsfristen beachten
Den Beginn des Jahres sollten alle Unternehmen, Freiberuflern und Verbände nutzen, die Aktenschränke von alten Unterlagen zu entlasten.
Darauf hat jetzt der Bund der Steuerzahler (BdSt) Thüringen hingewiesen. Die Abgabenordnung sieht zwei wichtige steuerliche Aufbewahrungsfristen vor: Mehr dazu

Suche
Staatsverschuldung in Thüringen
0
Zuwachs / Sekunde
0
Schulden / Kopf
0