BdSt Thüringen - Mehreinnahmen für Tilgung verwenden

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08.11.2011

Mehreinnahmen für Tilgung verwenden

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Thüringen fordert die Verwendung der erwarteten zusätzlichen Steuereinnahmen des Landes für die Tilgung der aufgenommenen Schulden.

Es ist gut, dass der Entwurf des Landeshaushalts für das nächste Jahr wieder ohne neue Schulden aufgestellt wurde. Die Höhe der Mehreinnahmen 2012 bleibt angesichts der konjunkturellen Entwicklung der Länder in Europa unsicher. Neben der seit langem fälligen Entlastung der Steuerzahler von der kalten Progression dürfen nicht zusätzliche Mittel für neue Ausgabenwünsche der Politiker bewilligt werden. „Verwendet werden sollten die erwarteten Mehreinnahmen des Landes zur Tilgung der in den vergangenen Jahren aufgenommenen Kredite und damit zur nachhaltigen Konsolidierung des Landeshaushaltes“, begründet Dr. Elfi Gründig, die Vorsitzende des Thüringer Steuerzahlerbundes, ihre Forderung.

Der Freistaat steckt ganz tief in der Schuldenfalle. Ende 2010 hatte Thüringen 16,1 Milliarden Euro Schulden und im laufenden Haushalt sind noch einmal 472 Millionen Euro Nettoneuverschuldung geplant. Der Druck der daraus erwachsenden Zinsbelastung bleibt hoch, auch wenn durch die gute Konjunktur 2011 etwas weniger Kredite aufgenommen werden müssen. Das Land veranschlagt im Entwurf 2012 die Zahlung von rund 668 Millionen Euro Zinsen. Der Freistaat muss damit mehr Geld für Zinsen zahlen als für die Ausgaben des Innenministeriums eingeplant ist. Der vorausgesagte Einwohnerrückgang in Thüringen wird zudem die Zinslast pro Kopf in Zukunft weiter erhöhen, wenn nichts dagegen getan wird.

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