BdSt Thüringen - BdSt Thüringen fordert von den Fraktionen eigenen Beitrag zur Haushaltsentlastung

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04.11.2010

BdSt Thüringen fordert von den Fraktionen eigenen Beitrag zur Haushaltsentlastung

Im Entwurf des Landeshaushaltes für das kommende Jahr sind erneut Steigerungen bei den Fraktionszuschüssen vorgesehen, die 1,63 % bzw. rund 90.450 Euro betragen.

Wolfgang Mahrle, Landesgeschäftsführer des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Thüringen fordert die Fraktionen auf, auf eine Erhöhung der Zuschüsse für die Fraktionen zu verzichten und so zumindest ein Signal zu setzen.

„Nach der Nacht- und Nebelaktion von CDU und SPD am 29. April des Jahres sollte der Finanzbedarf gedeckt sein. Einen Tag vor der Abstimmung über den Haushalt 2010 wurde eine weitere als die bislang im damaligen Haushaltsentwurf stehende Erhöhung eingebracht und am Folgetag beschlossen“, so Mahrle.

„Der monatliche Grundbetrag jeder Fraktion war um 4,16 Prozent auf 38.071,99 Euro erhöht worden. Die gleiche prozentuale Steigerung wurde auf den monatlichen Oppositionszuschlag angewandt. Dreist und nur vor dem Hintergrund der Einnahmensicherung ist die Steigerung um 34 Prozent für den monatlichen Zuschlag je Fraktionsmitglied zu sehen“, erläutert Mahrle. Damit stieg dieser auf das Fraktionsmitglied bezogene Zuschuss von 2.064,63 Euro auf 2.766,69 Euro.

Für Mahrle zeigt sich hier die immer wieder zitierte Selbstbedienungsmentalität. „Eine Schamgrenze scheinen einige Landtagsabgeordnete nicht zu kennen“, so der BdSt-Geschäftsführer und erinnert an die möglichen Einsparungen im Zusammenhang mit den unzulässigen Zusatzentschädigungen für bestimmte Funktionen, die das Bundesverfassungsgericht gekippt hatte. „2001 sind umgerechnet 330.367 Euro in die Erhöhung der Fraktionszuschüsse geflossen und nicht eingespart worden“, kritisiert Mahrle den Griff in die Staatskasse.

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